José Alberto González Reverón, Bürgermeister von Arona von 2001 bis 2012, ist heute vom Gericht in Santa Cruz zu 17 Jahren Amtsenthebung verurteilt worden, ins Gefängnis muss er nicht, weil ein inzwischen geändertes Gesetz zur Anwendung kam, so dass er seiner eigentlich vom Staatsanwalt geforderten 2-jährigen Haftstrafe entkommen ist.
Er stand mit etlichen anderen Mitgliedern der damaligen Verwaltung wegen Bestechung, Korruption, Amtsmissbrauchs und anderen Delikten vor Gericht.
Reveron und Co. wurden, 300 illegale Genehmigungen, 205 Lizenzen und 75 Einstellungen von Mitarbeitern mit Handschlag vorgeworfen.
Dafür gab es dann Reisen, Luxusautos und Prostituierte....
Für die 13 Angeklagten waren anfänglich zusammen 47 Jahre Gefängnis beantragt worden.
Die ehemaligen Kollegen von Reveron kommen nicht nur mit einem blauen Auge davon:
Felix Sierra Melo, ehemaliger Ratsherr, muss 4 Jahre ins Gefängnis, darf 9 Jahre kein öffentliches Amt belegen und muss 500.000 Euro Multa bezahlen.
Auch die städtischen Techniker Elisio de la Rosa und Roberto de Luis wandern für 4 Jahre /5 Jahre ins Gefängnis und 500.000/700.000 Euro Multa bezahlen.
Der Unternehmer Arsenio Zamora wurde zu zwei Jahren Gefängnis und einer Multa von 250.000 Euro verurteilt, in ihm sieht das Gericht den Kassierer der Kommissionen.
Auch zwei Architekten wurden zu 2 Jahren Gefängnis und Amtsenthebung verurteilt.
Der einzige Freispruch kam dem externen Architekten Jorge Menendez zugute, er sollte laut Anklageforderung 6 Jahre gesiebte Luft atmen und 12 Mio. Euro Strafe zahlen.
Der Anwalt der Techniker will das Urteil anfechten, weil sie seiner Meinung nach keine Entscheidungsträger waren, sondern nur Anweisungen ausführten.
Auf Reveron wartet aber noch das Verfahren Arona II, außerdem wurde er schon vorher zu einem Jahr Gefängnis verurteilt und 11,5 Jahre Amtsenthebung.
Hier steht die Urteilsverkündung aber noch aus,
Auch im Prozess Arona II geht es um illegale Handlungen von Reveron bei Bauvorhaben in Arona.
Das Urteil umfasst 367 Seiten, wer mag, kann es hier downloaden:
http://diariodeavisos.elespanol.com/...7/01/Fallo.odt
http://diariodeavisos.elespanol.com/...cnicos-carcel/
Vorerst kein Knast für Ex-Bürgermeister Reveron im Fall Arona
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Ankündigung
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Keine Ankündigung bisher.
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Vorerst kein Knast für Ex-Bürgermeister Reveron im Fall Arona
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http://www.forumteneriffa.de/tenerif...el-trompo.html
Die Bestechungen im oeffentlichen Dienst sind ueberall ueblich und werden relativ offen ueber die Parteienfinanzierung gefoerdert. Ein Entscheidungstraeger ist seiner Partei verpflichtet Dieser werden Spenden angeboten, die er nicht gefaehrden darf. Nur mit der Zusage der Bestechlichkeit ist die Nominierung fuer politische Aemter durch die jeweilige Partei moeglich.
Saemtliche Lobbyisten dienen einzig dem Zweck der Bestechung von Entscheidungstraegern.
Die wirksamere Bestechungs Methode ist die, die ich in Ostdeutschland kennen gelernt habe. Die hauptamtlichen Mitarbeiter des Mfs kontrollieren dort auch heute noch die oeffentliche Verwaltung und die Justiz mittels Dohungen die Kopien der Schandtaten der Verwaltungsmitarbeiter aus frueherer und heutiger Zeit passend zu publizieren. Darauf hin macht der Verwaltungsmitarbeiter , Richter, Staasanwalt e.t.c. nach Punkt und Komma, was ihm der Ex Mfs Offizier vorgibt. Gleichzeitig schafft er durch sein Verhalten weitere Schandtaten, die wiederum dokumentiert und fuer Erpressungen genutzt werden.
Hinsichtlich der Koruptionsmenge gibt es keine grossen Unterschiede in den einzelnen Laendern. Die primitive Art der Bestechung ueber eine direkte Zuwendung ist nur am auffaelligsten und angreifbarsten und typisch fuer suedliche Laender.
Die indirekte und schwer angreifbare Methode ueber Geschaefte mit Angehoerigen des Entscheidungstraegers ist seit Franz Josef Strauss z.B. auch in der BRD fest etabliert.
Ich nenne den Thread mal "Fairness und Unfairness im Geschäftsleben", da kann man so einiges reinpacken, (oder man kann es auch lassen