Laut dem Präsidenten der Pharmazeuten von Las Palmas, Juan Ramón Santana Ayala, stehen die Kanaren am Rande einer Grippe-Epidemie, nachdem letzte Zahlen auf 120 Erkrankte auf 100.000 Einwohner hinweisen.

In den Apotheken, so Ayala, wird bemerkt, dass die Grippeschutzimpfung vermehrt auf Ablehnung stößt, was zur Folge hat, dass die Zahl der Erkrankungen im Vergleich zum letzten Jahr zugenommen hat.

Ayala rief deshalb die Risikogruppen auf, sich impfen zu lassen, um so die Anzahl der Grippefälle in den den nächsten Tagen abzufangen.

Man muss, so Ayala, endlich mit dem Mythos aufräumen, dass man gerade durch die Impfung an Grippe erkranken würden, der Impfstoff bestehe aus toten oder zumindest abgeschwächten Viren, so dass man davon nicht an Grippe erkranken könne.

Auch gäbe es keinen Grund, dass Schwangere sich nicht impfen lassen sollten.


Der Präsident der Delegación de Canarias de la Sociedad Espa?ola de Farmacia y Comunitaria, Bartolomé Domínguez del Río, sieht die Anfänge in der Impfmüdigkeit schon vor 15 Jahren erkennbar, damals wäre die Anzahl der Geimpften in etwa gleich gewesen wie zur aktuellen Kampagne.

Er rief die über 60-jährigen, die Chronisch Kranken, die Schwangeren sowie das ärztliche Personal auf, sich impfen zu lassen.


Der Präsident der Apotheken Kooperative, Cooperativa Farmacéutica Canaria (Cofarca), Manuel Valido, weist in diesem Zusammenhang dass genügend Impfstoff vorrätig ist und kein Grund zur Sorge bestehe, keinen Impfstoff zu erhalten.

Laut der WHO sollte der Anteil der geimpften Bevölkerung bei 75% liegen (bei der Risikogruppe), auf den Kanaren liegt dieser Anteil bei 56%, wobei er im Vergleich zu früheren Jahren gestiegen ist.

http://eldia.es/canarias/2016-12-06/...maceuticos.htm