Unser Wochenrückblick der KW 35 für euch:

Der Brand in Zahlen


In der Zeit vom 16. Bis 26. August warfen die Löschflugzeuge und Löschhubschrauber über dem verheerenden Waldbrand Teneriffas ca. 12 Millionen Liter Wasser ab. Bis zum 26. August wurden 6591 Flüge zur Waldbrandbekämpfung absolviert. Die Löscheinsätze dauern aktuell an, da noch immer Feuer neu aufflammen. Am Mittwoch konnten die letzten 20 evakuierten Anwohner von Santa Úrsula in ihre Wohnhäuser zurückkehren.
Am Dienstag wurde der Waldbrand auf Stufe 1 zurückgestuft. Demnach kann nun wieder die Inselregierung von Teneriffa die Organisation übernehmen. Die Regierung der Kanarischen Inseln gab außerdem die Erstellung einer Schadensbilanz in Auftrag. Für die Verlängerung von Verträgen für zwei Löschhubschrauber investiert die Inselregierung für die Laufzeit von 2024 bis 2028 7,7 Millionen Euro.

Abzug der Helfer

Wegen der sich bessernden Lage des Feuers und des Regens am Freitagabend konnten die Löschflugzeuge am Samstag ihre Arbeit beenden. Seit Samstag sind noch sieben Löschhubschrauber im Einsatz, auflodernde Feuer zu bekämpfen. 56 Waldbrandpiloten der spanischen Luftwaffe verabschiedeten sich am Samstag von den Tinerfeños. In mehr als 330 Flugstunden warfen sie 900 Ladungen Wasser über den brennenden Gebieten ab. Viele Bewohner hängten Danksagungen an ihre Dächer oder Balkone.

Leckere Lehrstunde

Das Kinder-Sommercamp „Mini-Chef“ feierte am Samstag seinen Abschluss in Tegueste. Auf dem Bauernmarkt lernten die Kinder, wie man aus lokal angebauten Zutaten leckere Mahlzeiten kocht.

Großer Dank an Helfer

Águeda Fumero, die Sozialbeauftragte der Inselregierung machte nach der Rückkehr der wegen des Feuers evakuierten Menschen auf die tolle Arbeit der freiwilligen Helfer aufmerksam. Sie haben die Betroffenen und ihre Tiere hervorragend betreut, versorgt und ihnen beigestanden und eine wichtige Rolle in der Katastrophe gespielt.

Blaufinken kehren zurück

In Santa Úrsula in der Gegend des Mirador Chipeque konnten die ersten Blaufinken wieder gesichtet werden. Die Rückkehr der Tiere in den verbrannten Wald wird als Zeichen der Natur gewertet, dass die Gefahr vorüber ist. Die Blaufinken kommen nur auf Gran Canaria und Teneriffa vor und haben auf jeder Insel eine endemische Unterart gebildet. Sie sind vom Aussterben bedroht.

10-jähriges Jubiläum

Die Organisation Promemar sorgt seit mittlerweile zehn Jahren dafür, dass die Strände sauber gehalten werden. Dabei wird sie von der Stiftung Loro Parque Fundación unterstützt. In den vergangenen 10 Jahren konnte die Organisation 58 000 Kilogramm Müll an Land und aus dem Wasser einsammeln und ordnungsgemäß entsorgen.

Kein Schönheitswettbewerb mehr

Javier Sierra, Bürgermeister von Icod de los Vinos kündigte an, zur Fiesta del Christo keinen Schönheitswettbewerb mehr zu veranstalten. Damit schließt er sich dem Beispiel von Candelaria und Santa Cruz an. Als Grund nennt er, dass solche Veranstaltungen nicht mehr zeitgemäß, sexistisch und wenig integrativ seien.

Berühmter Baum verbrannt

Der sich in Aguamansa befindende größte Kastanienbaum Spaniens wird die Auswirkungen des Feuers wahrscheinlich nicht überleben. Mit seinem Stammumfang von 13 Metern und einem Alter von 500 Jahren zählt er zu den historischen Naturdenkmälern.

Förderung für astrophysikalisches Institut

Die Inselregierung Teneriffas wird mit 64 000 Euro das Projekt Cosmolab des astrophysikalischen Instituts (IAC) unterstützen. Über das Projekt werden Dozenten geschult und didaktisches Material erstellt.

Alle für Ravelo

Unter dem Motto „Todos con Ravelo“ sollen die Geschäfte in El Sauzal unterstützt werden, die vom Waldbrand betroffen waren. Dafür nehmen vom 01. Bis 15. September alle Einkäufe ab einer Höhe von mehr als fünf Euro an einer Verlosung teil.

Supermarktkette spendet Lebensmittel

In 2023 hat die Supermarktkette Mercadona bereits 600 Tonnen Lebensmittel an 50 gemeinnützige Organisationen auf den Kanarischen Inseln gespendet.

Tierische Rettung

Die Feuerwehrleute der Wache aus San Miguel konnten in Villaflor einen Adler aus einem Wassertank retten. Der Tank war außerdem mit viel Müll befüllt. Der Adler konnte mit Hilfe eines Wellenbretts und einer Tierbox in Sicherheit gebracht werden.