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    #21
    na ja. Inzwischen habe ich einiges hinter mir. Auch Einzelunterricht in Deutschland bei einer Muttersprachlerin. Die ist, denke ich, richtig gut. Wirklich helfen tut mir das alles nicht. Das Lesen und Verstehen von Texten wird immer besser. Ich könnte Dinge (in einfachen Sätzen natürlich) in Vergengenheit Zukunft und Gegenwart ausdrücken. Könnte - aber ich habe mein altes Problem aus der Schulzeit wieder gewonnen. Verstehen und Sprechen geht nicht. Ich habe damals (so vor 30 Jahren) bei Englisch einfach aufgegeben weil ich auch selbst kein Interesse an der Sprache hatte. Ein Bett und was zu Essen bekomme ich auch mit wenigen aneinandergereihten Worten.

    Bei Spanisch sieht das ein wenig anders aus. Das brauche ich ja durchaus. Aber wenn ich ehrlich bin hat bisher absolut nichts geholfen. Spanische Bücher lesen - kein Erfolg. Auch nicht laut vorlesen. Ich verstehe zwar mit ein wenig Nachschlagen was da steht (immerhin - bei einem Roman). Das Vorlesen der Wörter wird flüssiger, aber das wars. Spanische Filme, Fernsehen und Radio helfen auch nicht. Ich begreife meistens den Inhalt des Gesprochenen aber verstehe es nicht.
    Sprechern ist noch schlimmer. Selbst wenn ich eigentlich wüsste was ich sagen sollte kommt am Ende meist nur "klrts snmfgkdfgj" raus.
    Kommunikation ist allerdings auch in meiner eigenen Sprache als Norddeutscher nicht so meine Stärke. Nördlich von Celle erzählt man sich komplette Lebensgeschichten mit "ja", "ne" und "hm".
    So dolle Tipps wie "auf den Markt gehen" helfen mir nicht weiter. Das was ich dort in Deutschland sagen würde kann ich auch auf Spanisch. "Un medio kilo - esta."

    Ich bin gefühlt an einem toten Punkt angelangt. Hat noch wer zündende Ideen? Oder gehts einfach nur ums Durchhalten?

    Na ja - vierlleicht will ich auch nur ein wenig jammern weil der Frustlevel gerade in dieser Hinsicht duch die Decke geht....
    Zuletzt geändert von luigi; 01.09.2019, 10:48.

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      #22
      Duolingo gibt es kostenlos und dann weiter machen.
      Gruß aus Velbert vom Terminator

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        #23
        Zitat von Terminator Beitrag anzeigen
        Duolingo gibt es kostenlos und dann weiter machen.
        kostenlos ist allenfalls die Luft die wir wegschnuppern. Man bezahlt dann dort in einer anderen Währung. Vermutlich mit seinen Daten.

        Ja das schaue ich mir mal an.

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          #24
          Spanische Porno-Videos runterladen, mehr Wortschatz braucht man nie, außer vielleicht vor Gericht oder bei Vorstellungsgesprächen

          Zur Not gehen auch normale spanische Filme, von denen man schon die deutsche Version kennt, die halt abspielen, wieder und wieder, bis die DVD schimmelt, so hab ich das damals, als es noch keine DVD gab (hört, hört) mit VHS Kassetten aus dem Videoverleih in El Medano gemacht.

          Hat schon viel geholfen.

          Und dann einfach drauflos plappern, auch wenn es sich für die Einheimischen anhört wie Capital Bra für Leute mit einem IQ höher als ein Toastbrot.

          Die Leute in El Medano waren damals immer total freundlich und hilfsbereit, wenn sie erkannten, dass man sich Mühe gibt, nicht dem deutschen Klischee zu entsprechen und unter sich bleiben wollte.
          Zuletzt geändert von Achined; 01.09.2019, 16:14.
          Heute draufgekommen, warum im IKEA Pfeile am Boden sind - es ist ein Einrichtungshaus

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            #25
            Prakticar, prakticar , prakticar . No Mas .

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              #26
              alles Quaaak
              es gibt Leute den fällt es leicht, für manche ist es anstrengend aber machbar und dan gibt es noch die, bei denen nix klappt.
              Mein Bruder spricht x Sprachen, darunter Mandarin (Chinesisch), Russisch und sonst och einige. Ihm fällt das furchbar leicht, für mich ist es nahezu unmöglich.
              Ich bin Sattelfest in Englisch da wir über 10 Jahre in den USA auf tuchfühlung mit Leuten gelebt haben. Spanisch ist immer noch mit Händen und Füssen, meistens hilft eine kleine Zeichnung oder meine Frau die B2 level ist.

              Wenn du durch Deutschland wanderst wirst du auf viele Menschen stossen die nicht deutsch sprechen und auch kein Interesse haben deutsch zu lernen.

              Warum sollen wir Spanisch lernen, wie währe es wenn die Spanier Englisch lernen. Weltsprache für Kommerz, Computer, Verkehr etc.

              Epseranto hat ja wohl nicht geklappt.

              Eine einfache Möglichkeit ist google Translator aufs Handy zu laden und Spanisch und Deutsch ebenfalls für offline use installieren.
              Dann sprichst du in dein Händy auf deutsch und es schreibt die übersetzung auf Spanisch und spricht sie aus. Dann hälst du deinem Gegenüber das Händy hin und es geht umgekehrt.
              Selbst mehrfach getestet, geht prima.

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                #27
                Zitat von xluz Beitrag anzeigen
                Warum sollen wir Spanisch lernen, wie währe es wenn die Spanier Englisch lernen. Weltsprache für Kommerz, Computer, Verkehr etc.

                Eine einfache Möglichkeit ist google Translator aufs Handy zu laden und Spanisch und Deutsch ebenfalls für offline use installieren.
                Dann sprichst du in dein Händy auf deutsch und es schreibt die übersetzung auf Spanisch und spricht sie aus. Dann hälst du deinem Gegenüber das Händy hin und es geht umgekehrt.
                Selbst mehrfach getestet, geht prima.
                Ich bin mir bei Dir immer nicht ganz so sicher ob Du die Dinge ernst meinst die Du so von dir gibts. Die sind i.d.R. vorsichtig gesprochen - "polarisierend"

                Für den Fall das das ernst gemeint war.

                1.)
                Weil mir selbst die Leute in D furchtbar auf den Sack gehen die nach 30 Jahren nicht mehr rausbringen als:" adder verpisch dich. Ey isch weis wo dein Haus wohnt" (gut ich bin weit davon entfernt hier 30 Jahre zu leben. Aktuell lebe ich nichzt mal ständig hier)
                2.)
                Weil ich zumindest rundimentär am öffentlichen Leben teilhaben möchte.
                3.)
                Weil ich nicht für jeden Mist jemanden am Hintern lecken will wenn ich was mit der Endessa habe oder zum Rathaus muß
                4.)
                Wei ich nicht wie vorletzte Woche trotz bester Kühlung im Elektronikmarkt schweißgebadet den Laden verlassen will nur weil ich versucht habe mir einen Kühli liefern zu lassen. Nicht das ich nicht gewusst hätte was ich sagen muss oder mir die Wörter gefehlt hätten sondern weil ich nicht verstanden habe was der Verkäufer wollte und ich nicht mehr rausbekommen habe als "sjkfsdfjkvblfk"
                5.)
                6.)
                7.)
                ...
                ...
                ...
                Zuletzt geändert von luigi; 01.09.2019, 21:59.

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                  #28
                  Xluz reiht sich dann nahtlos in den Typ Deutsche ein, die hier nach 20 Jahren mal, wenn überhaupt, ein "una cerveza" rausbringen und ansonsten der Meinung sind "Wenn der was von mir will, soll er gefälligst Deutsch mit mir sprechen" oder "Ohne uns würden die alle noch auf den Bäumen hocken".
                  Und dann aber selbst schon morgens um 9 die erste Jarra in der deutschen Kneipe zischen und danach in den deutschen Supermarkt, zum deutschen Bäcker und in den deutschen Puff gehen......

                  Oder die beim Trafico oder ITV meckern, dass da niemand Deutsch spricht, Unverschämtheit aber auch.

                  Aber dann in Deutschland über die Ausländer meckern, weil die kein Deutsch sprechen

                  Ich mein, wenn ich schon in Spanien lebe oder längere Zeit dort verbringe, sollte es zumindest für einen rudimentären spanischen Wortschatz reichen, alles andere wäre unhöflich ein Einheimischen gegenüber.

                  Und ansonsten einfach drauflos quatschen, Übung macht den Meister......

                  Meine Frau, die auch nicht 100% perfektes Spanisch spricht, ist hier in unserem Dorf inzwischen bekannter als der Bürgermeister, weil sie von Anfang an positiv auf die Nachbarn zugegangen ist, Ausländeranteil hier 0%, bei Pilates mitmacht und sich nun sogar für einen Gaita-Kurs angemeldet hat und bei der Messe anlässlich des Dorffestes schon in der ersten Reihe saß.....

                  Nur so fühlt man sich als ein Teil von der Gemeinschaft, ohne in Panik auszubrechen, wenn der Postbote an der Tür klingelt, draußen, vor der Grundstücksgrenze, in Spanien
                  Heute draufgekommen, warum im IKEA Pfeile am Boden sind - es ist ein Einrichtungshaus

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                    #29
                    Zitat von Achined Beitrag anzeigen
                    und in den deutschen Puff gehen......


                    - Äh Achined, wo ist der denn?
                    Am reichsten sind die Menschen, die auf das meiste verzichten können.

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                      #30
                      Hab ich gerade gelesen, kenne den Mensch nicht und bek9mme keine Provision:

                      Hallo, wollen Sie schnell Spanisch lernen? 🙂

                      Ich unterrichte alle Stufen online (Skype), auf Teneriffa, Santa Cruz/La Laguna ist auch Präsenzunterricht möglich.
                      Ebenso biete ich Konversationskurse an.

                      Ein Kurs beinhaltet die gesamte Stufe (A1, A2...) und nur 4 Monate, 2 Stunden pro Woche, anstatt 9 Monate an einer Sprachschule.

                      Intensivkurse, 3-10h / Woche.

                      Meine Muttersprache ist Spanisch. Ich spreche fliessend Englisch.
                      Alle Studienmaterialien werden zur Verfügung gestellt.

                      Mein Unterricht: https://www.tusclasesparticulares.co...rrer/opiniones

                      Einzelunterricht = 20 € / h

                      Gruppenunterricht zu je 2 Personen = 12,5 € / h

                      Gruppenunterricht ab 3 Personen = 10 € / h


                      Whatsapp: +34 684044313

                      Patxi Jaime (Name des Anbieters bei FB)
                      Nur wer mit Denken auf das Leben reagiert, kapiert Zusammenhänge.

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                        #31
                        nach 20 Jahren mal, wenn überhaupt, ein "una cerveza" rausbringen
                        ¡Ño! SO schnell geht das nicht! Nach 20 Jahren ist das noch "un seaveeesa".

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                          #32
                          ich war schon über 30 mal in Puerto und kann immer noch nicht spanisch und komme damit ganz gut zurecht.
                          Und am 1. Urlaubstag werde ich meist freudig begrüßt, ohne Spanischkenntnisse.

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                            #33
                            - schon vor über 20 Jahren wurde mir von einer freundlichen Bedienung,
                            nachdem ich "una grande cerveza" bestellt hatte, erklärt, das ein grosses
                            Bier vom Fass "una jarra" genannt wird, und ein kleines Bier "una cana" (tilde
                            lass ich weg da es von der Forensoftware nicht akzeptiert wird), und wenn
                            ich eine Flasche Bier möchte bestelle ich una botella + die Marke die vor Ort
                            angeboten wird.
                            Zuletzt geändert von bugsi; 03.09.2019, 08:28.
                            Am reichsten sind die Menschen, die auf das meiste verzichten können.

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                              #34
                              Zitat von zauberin60 Beitrag anzeigen
                              Hab ich gerade gelesen, kenne den Mensch nicht und bek9mme keine Provision:

                              Hallo, wollen Sie schnell Spanisch lernen? 🙂

                              Ich unterrichte alle Stufen online (Skype), auf Teneriffa, Santa Cruz/La Laguna ist auch Präsenzunterricht möglich.
                              Ebenso biete ich Konversationskurse an.

                              Ein Kurs beinhaltet die gesamte Stufe (A1, A2...) und nur 4 Monate, 2 Stunden pro Woche, anstatt 9 Monate an einer Sprachschule.
                              Ich denke ehr nicht das ich zu blöd bin jemanden zu finden der gegen Einwurf von Münzen bereit wäre mich so lange zu unterrichten bis mein Geld alle ist. Ich habe jemanden der eigentlich richtig gut ist.

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                                Zitat von luigi Beitrag anzeigen
                                .... Nördlich von Celle erzählt man sich komplette Lebensgeschichten mit "ja", "ne" und "hm".
                                Das gibt es in Spanien auch

                                Sogar mit nur 2 Wörtern.

                                Diese sind

                                Si

                                und

                                Claro

                                Aber zu früh gefreut Je nachdem wie lange das Wort gedehnt ausgesprochen wird bzw beide Wörter kombiniert werden gibt es auch eine differente Aussage/Übersetzung(?)

                                Nützt jetzt Dir, Luigi, auch nicht wirklich weiter ! Wollte Es nur mal gesagt haben

                                / Sorry4OT! /
                                No vivimos tiempos locos, sino tiempos con gente loca.

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                                  #36
                                  Zitat von Mayerhofer Beitrag anzeigen
                                  ich war schon über 30 mal in Puerto und kann immer noch nicht spanisch und komme damit ganz gut zurecht.
                                  Und am 1. Urlaubstag werde ich meist freudig begrüßt, ohne Spanischkenntnisse.
                                  Es ist aber auch ein Unterschied ob du im Hotel urlaubst, oder ob du regelmäßig überwinterst (oder gar ganzjährig auf der Insel bist). Wenn du dich aus dem Touristengebiet nicht hinauswagst, und dir ein Essen in der Tiroler Alm und Vergleichbarem ausreicht, brauchst du die Landessprache nicht unbedingt. Beim Wandern reicht eine Begüßungsfloskel aus.

                                  Überwintern oder ganzjährig irgendwo zu leben, wo man sich mit den Einheimischen nicht verständigen kann, finde ich persönlich richtig schlimm.

                                  Ich muss die Sprache auch noch besser lernen, und mir fällt es auch nicht leicht. Aber das wird schon noch!

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                                    #37
                                    Fremdsprachen...

                                    Meine erste gesprochene Fremdsprache war Latein, in der kath. Kirche als Ministrant in der heute abgeschafften lateinische Messe. Habe das aber nur auswendig gelernt, ohne ein Wort zu verstehen. Hätte ich können, in dem Gebetbuch war der Text auch in deutsch. Aber so altertümlich, dass es auch unverständlich war. Mindestens wusste ich ungefähr worum es geht.
                                    In den 50ern habe ich mit einer kath. Jugendgruppe am Bodensee gezeltet. Unterhalb des Klosters Birnau, auf einer Wiese beim Schloss Maurach, dem Gutshof des Klosters. Die Klosterbrüder die dort das Vieh versorgten, haben uns Milch verkauft. Sie sprachen eine für uns völlig unverständliche Sprache. Habe mehrmals Tramp-Touren um den Bodensee gemacht, mit der gleichen Erfahrung in der Schweiz & Vorarlberg. Die beste Erklärung dafür habe ich hier in einem der Foren gefunden. Unser Teilnehmer Macnetz hat mal geschrieben, seine Muttersprache ist Alemannisch & die erste Fremdsprache Deutsch. Der Spruch aus Baden-Würtemberg "Wir sprechen alles außer Hochdeutsch" ist dagegen ein Armutszeugnis. In Stuttgart gibt es Sprachschulen, wo man sich den Dialekt abgewöhnen lassen kann.
                                    Die kath. Gemeinde in West-Berlin in der ich gewesen bin, war geprägt von Flüchtlingen aus Oberschlesien. Fast jeder von meinen Kumpels hatte eine Oma die besser polnisch als Deutsch sprach. In der Schule gab es eine kleine Gruppe für kath. Religionsunterricht, zu dem ein Kaplan in die Schule kam. Ein Mädchen - Christa Grabowski - hat mal mit mir gemeckert, weil ich nach ihrer Meinung zu brutal Berlinert habe. Eigentlich hatte ich das nicht von zu Hause, weil meine Mutter von der Mosel & mein Vater aus Sachsen kam. Da fing ich an ein bisschen darauf zu achten. In der Schulklasse konnte man nicht mehr feststellen woher jemand kam. Unser Jahrgang 1944 war bis auf ein Mädchen nicht in Berlin geboren. Ich bin während der Evakuierung meiner Mutter im Warthegau in Polen geboren. Durch meine Mutter katholisch, wie die Kinder aus Oberschlesien. Ansonsten von Ost- & Westpreußen, Pommern & DDR rauf und runter alles vertreten. An der Sprache konnte man die Herkunft nicht festmachen, bis auf die Tatsache das starkes Berlinern als proletenhaft galt. Das kam ins allgemeine Bewusstsein, durch das Musical "My fair Lady" 1961 im Theater des Westens & natürlich durch den Film mit Audrey Hephurn. Die Vorlage, das englische Stück Pygmalion, das sich mit dem Unterschied Cokney - zu Queens-English beschäftigt. Der Versuch mit Berlinern & Hochdeutsch hat hervorragend funktioniert, obwohl die deutsche Hauptdarstellerin Karin Hübner nicht Berlinern konnte. Übrigens soll es auch eine Wiener Version gegeben haben. Das war nach dem Mauerbau, als sich die West-Berliner ihrer Sprache bewusst wurden. Tonfall geht gerade noch, Berlinern ist proletenhaft. Die große Überraschung kam nach dem Mauerfall mit den Leuten aus Ost-Berlin die hemmungslos Dialekt sprechen. Eine Schauspielerin aus Ost-Berlin hat letztens im Radio erzählt, wie groß ihre Überraschung war, über die unterschiedliche Entwicklung. Um das komplett zu machen, man kann Ossis nicht nur allgemein, sondern auch Berliner an der Sprache erkennen.
                                    Ab der 5. Klasse gab es Englisch in der Schule. Die Lehrerin war deshalb prädestiniert weil sie vor dem Krieg mal Ferien in England gemacht hat. Das Verb become, werden & nicht bekommen, ist das einzige was ich davon noch weiß, weil sie erzählt hat, dass sie es in England falsch gemacht hat. Naja, an das Schulbuch kann ich mich erinnern "Peter Pim and Billy Ball - Touring England". Von meinen späteren Lehrern sprach keiner Englisch, obwohl sie es unterrichten mussten. Von meiner Alterskohorte hat auch keiner Englisch in der Schule gelernt. Ein befreundetes Lehrerehepaar aus Sachsen-Anhalt hat mir bestätigt, dass es am Anfang mit Russisch genau so war. "Wir waren immer genau 1 Kapitel aus dem Lehrbuch vor der Klasse". Was ich an Englisch mal konnte, habe ich 1977 in einem Intensivkurs bei BERLITZ in San Francisco USA gelernt. Ein Lehrer - ein Schüler. Mein Lehrer war Englisch-Prof. in Berkeley.
                                    Auf meinen Reisen ab 1966 mit meiner EX war ich immer derjenige der mit Radebrechen & drauf losquatschen dafür gesorgt hat, dass wir nicht verhungern. Ob Italienisch, Serbokroatisch ein paar Brocken gehen immer. Bei Englisch hat sie mir hinterher immer gesagt wie es richtig gewesen wäre. Ein Abend in Athen war mal wirklich peinlich. Da standen wir am Hadrians-Tor am Eingang der Altstadt Plaka wo unser Hotel war & haben ein Taxi genommen, weil wir die Straßenschilder nicht lesen konnten. Der Taxi-Fahrer hat sich sehr amüsiert über die Fahrt von 3 Minuten um 2 Ecken.
                                    Ab 1983 Frankreich, Spanien & Portugal ohne Probleme. Wenn man seine drei Brocken anbringt freuen sich die Leute. Das einzige Mal, wo ich wegen der Sprache angepöbelt wurde war im Elsaß & ich wusste, dass sie mein Deutsch verstanden hatte. In Spanien konnte man in Zeit sowieso nicht verhungern, weil es überall - ges. vorgeschrieben - ein Touristen-Menü Angebot in drei Sprachen gab.
                                    Ende der 80er wurde Spanisch immer wichtiger 1984/85 & ab 1987 war ich im Winter immer auf den Kanaren. Seit 1992 Ständig auf Teneriffa. Bin dann 1986 zur Volkshochschule in einen Sprachkurs gegangen. Da gab es ein Lehrbuch "Eso es". Eine deutsche Lehrerin & mindestens 40 Schüler. Ein Idiot fing schon in der ersten Stunde an, mit der Lehrerin über spanische Grammatik zu diskutieren. Grammatik habe ich schon in Deutsch nicht kapiert, merkt nur keiner wenn man nicht zuviel falsch macht. Jedenfalls habe ich den Kurs abgebrochen. Hier auf Teneriffa habe ich dann mal einen Lehrer engagiert, der sich sehr bemüht hat. Der hat Kindern normalerweise Nachhilfeunterricht gegeben, hatte aber kein Konzept einem Ausländer was beizubringen. War dann ziemlich brotlose Kunst. Dann kam das einzig Richtige. Die Kanarische Freundin & Partnerin die mir aus der Zeitung vorliest & erklärt, nur spanisches Fernsehen & 95% spanische Kunden im Geschäft. Nach einiger Zeit habe ich mir das Lehrbuch aus der Volkshochschule vorgenommen & festgestellt, dass ich es doch irgendwie gelernt habe. Mein Rezept bleibt aber drauflos quatschen. Als Ausländer braucht hier keiner perfekt zu sein. Die Leute freuen sich wenn man es probiert.
                                    Zuletzt geändert von rayfaro; 03.09.2019, 19:08.

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                                      Ein großes Anfangsproblem war für mich der canarische Dialekt. Obwohl ich recht gut spanisch verstehe, klappte das mit den Einheimischen zuerst kaum. Inzwischen ist es etwas besser geworden nach 11 Überwinterungen, aber auch nur etwas.
                                      Aufgefallen sind mir die Unterschiede zum „castellano“ im canarischen TV, wenn Einheimische sprechen (egal ob Politiker oder Bauern), da wird oft spanisch untertitelt, damit es verstanden wird, besonders bei Straßeninterviews...
                                      Die Nachrichtensprecher wiederum verstehe ich ziemlich gut.
                                      Todo lo que va, vuelve.

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                                        @emsfee

                                        - unterhalten sich im tiefsten Ostfriesland ältere Personen in der
                                        dort üblichen Mundart versteht ONV wenig bis gar nichts, das gleiche
                                        gilt für andere deutsche Landesteile, Sachsen, Bayern, Hessen usw.
                                        Am reichsten sind die Menschen, die auf das meiste verzichten können.

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