Warum nennt man die Deutschen in Spanien auch "cabeza cuadrada?

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Warum nennt man die Deutschen in Spanien auch "cabeza cuadrada?

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    #1

    Warum nennt man die Deutschen in Spanien auch "cabeza cuadrada?

    Die meisten Deutschen haben ja eher ein Kopf wie ein Luftballon.

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    #2
    Ja, diese Frage habe ich mir am Anfang, als ich vor über 30 Jahren hierherkam, auch immer wieder gestellt. Aber wenn man sich dann einlebt und MIT den canarios lebt, da findet man die Antwort ganz schnell und versteht es. Und was einem in dem Moment auf den Keks geht ist, wenn die Deutschen jeden Satz damit anfangen zu sagen: ja, aber in Deutschland ist das so und so...
    Manche Menschen wollen immer nur glänzen,
    obwohl sie keinen Schimmer haben.
    Heinz Erhardt

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      #3
      Ist im Thread: Ewig, und immer wieder, el "Cabeza cuadrada" hervorragend erklärt.
      Am reichsten sind die Menschen, die auf das meiste verzichten können.

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        #4
        La Torre hats mal auf den Punkt gebracht, guckste da
        http://www.forumteneriffa.de/tenerif...-cuadrada.html
        http://de.youtube.com/user/gunanche

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          #5
          Cabeza cuadrada

          Heisst ganz einfach frei übersetzt - Sturkopf. Wei halt wir Deutschen immer etwas zum mäkeln haben und alles besser wissen wollen.

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            #6
            Quadratschädel, obwohl die Meisten eigentlich Eierköpfe sind.
            ******************************************

            ?

            Nein, nichts Neues !

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              #7
              Ja La Torre, die korrekte wörtliche Übersetzung wäre schon Quadratschädel, aber da die meisten damit nichts assoziieren können, habe ich bewusst die etwas freiere Übersetzung gewählt, das ist nämlich der Sinn den die Latinos damit ausdrücken wollen, hier in Südamerika ist auch gebräuchlich cabaza dura oder eben cabeza cuadrada.

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                #8
                Hallo,

                auch ich denke, Redensarten oder Sprichwörter muss man sinngemäß übersetzen, wenn es eine sinngemäße Entsprechung gibt. Wenn man z. B. die englische Redensart "to have an axe to grind" wörtlich mit "eine Axt zu schleifen haben" übersetzt, sagt das niemandem etwas. Die deutsche Entsprechung wäre "mit jemandem noch ein Hühnchen zu rupfen haben".

                Insofern ist "Sturkopf" als sinngemäße Übersetzung für "cabeza quadrada" denkbar; ich tendiere alledings mehr zu "Erbsenzähler". Nach meiner Erfahrung ist das aber nicht ein Schimpfwort nur für Deutsche, sondern generell für Leute, die sich als Prinzipienreiter verhalten.


                Grüße
                Amante

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                  #9
                  In Argentinien waren die "alemanes cuadrados" damals für uns Kinder schlichtweg Spiesser.
                  Ich habe eine schöne Erklärung im Net gefunden, von einem argentino, der gerne in Deutschland gelebt und gearbeitet hat:

                  "El estereotipo alemán es el del alemán cuadrado que hace todo según las reglas y no puede ver otra forma de pensar que la establecida.
                  Sobre el cuadradismo alemán, si, son aferrados a sus leyes y reglas.
                  Pero mirémoslo asi, es una nación que hace 70 a?os estaba destruida (por no decir aniquilada) por la guerra,
                  y volvieron a ser una de las grandes potencias mundiales.
                  Los alemanes se aferran a sus reglas porque funcionan.
                  Sus procesos les dan resultados, asi que los siguen, como debería ser.

                  Los autos paran en los semáforos hasta cuando no hay un alma en la calle, todo es como debería ser.
                  "


                  Hier die Übersetzung:
                  "Der typische Deutsche ist der des Sturkopfs, der alles so macht, wie die Regeln es vorschreiben und er toleriert nur diese festgelegte Denkweise.
                  Der Deutsche hält fest an seinen Regeln und Gesetzen.
                  Aber sehen wir es mal so: es ist eine Nation, die vor 70 Jahren zerstört war ( um nicht zu sagen ausgelöscht) durch den Krieg ,
                  und sie wurde wieder eine der Weltgrossmächte.
                  Die Deutschen klammern sich an ihre Regeln, weil sie funktionieren.
                  Ihre Abläufe erzeugen Resultate, also befolgen sie sie weiter so wie es sein soll.
                  Die Autos stehen an roten Ampeln, auch wenn weit und breit kein Schwein* zu sehen ist...eben so, wie sich das gehört "


                  * sehr frei übersetzt

                  Teneri-Fee
                  Immer, wenn ich sage: "Heute esse ich nur Obst", fällt eine Schokolade vor Lachen aus dem Schrank und bricht sich die Rippen

                  UM ZU VERSTEHEN, WARUM MACHEN ÜBERALL IHREN SENF DAZU GEBEN, MUSST DU LERNEN, WIE EINE BRATWURST ZU DENKEN

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                    #10
                    Der Thread über die "Vorteile der N.I.E. Nummer" sagt doch schon alles über die "Quadratschädel"

                    Oder ???
                    erlaubt ist, was Spaß macht

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                      #11
                      Hallo Teneri Fee, Deine Antwort kommt schon gut hin, so sehen uns auch die Argentinier, wir werden aber gerade deswegen auch sehr bewundert wegen unserer Korrektheit und wo wir derzeit wirtschaftlich stehen. Und Deutsche haben ja hier nach dem Krieg, welcher Einstellung auch immer, sehr viel auch im Land hier geleistet und das wissen die Argentinier.

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                        #12
                        Warum Cabeza Cuadrada?

                        Ich glaube Teneri-fee hat es am besten beantwortet. Ich bin zwar deutscher Staatsbuerger,lebe aber nicht in Deutschland aus demselben Grund und wegen des Wetters.In Spanien nimmt man es nicht so ganz genau mit dem Gesetz, waehrend in Deutschland alles nur nach dem Gesetz geht. Die Leute sind hier flexibler,du faehrst mal bei Rot ueber die Ampel,einmal habe ich gesehen,dass die Ploizei es gesehen hat und nichts unternommen, ich glaube,dass die Spanier das damit meinen. Auf der anderen Seite ist die Organisation der Deutschen viel viel besser als in Spanien,aber jedes Land hat seine Vor- und Nachteile.

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                          #13
                          Hmh Ralf,

                          die tinerfenische Mentalität, die anders als die deutsche ist, gilt für ganz Spanien und ebenso für das von Spanien und Portugal eroberte Lateinamerika. Du schreibst, dass die Polizei einen Rotlichtverstoß "übersehen" hat. Ich könnte dir Dutzende Fälle aus Lateinamerika berichten, wo Touristen für Rotlichverstöße, Überfahren der der durchgezogenen weißen Linie oder ähnliches bezahlen mussten, obwohl die Ampel gar nicht rot war oder es gar keine durchgezogene weiße Linie gab.

                          Das ist es, was die Mentalität der Spanier und der Latinos von der Mentalität der Deutschen unterscheidet: Immer locker vom Hocker, so wie es einem gerade passt (und dem Portemonnaie nützt). Das in Klammmern gesetzte in Lateinamerika mehr als in TF oder Spanien generell.

                          Grüße
                          Amante

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                            #14
                            Hallo amante del sol. Ja die Gesetztesauslegung in Lateinamerika (ich lebe hier schon einige Jahre) ist hier meist "Ermessenssache" und wie halt gerade der spärliche Sold (das ist nämlich hier das Problem) des Polizisten aufgebessert werden soll. Und sie sehen es ja bei ihren Politikern hier im Land nicht anders. Da herrscht das Motto klau as klau can. Das muss man halt wissen, wenn man in Lateinamerika unterwegs ist. Da kann man nicht mit deutschem/europ. Masstab rangehen, noch nicht mal mit spanischen. Denn die Leute hier erzählen mir immer wie geordnet doch alles in Spanien zugeht. Na ja da weiss man dann wie es hier zugeht. Ist nun mal so. Los Latinos son un poco differente. ;-))

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                              #15
                              Zitat von Teneri-Fee Beitrag anzeigen
                              In Argentinien waren die "alemanes cuadrados" damals für uns Kinder schlichtweg Spiesser.
                              Ich habe eine schöne Erklärung im Net gefunden, von einem argentino, der gerne in Deutschland gelebt und gearbeitet hat:

                              "El estereotipo alemán es el del alemán cuadrado que hace todo según las reglas y no puede ver otra forma de pensar que la establecida.
                              Sobre el cuadradismo alemán, si, son aferrados a sus leyes y reglas.
                              Pero mirémoslo asi, es una nación que hace 70 a?os estaba destruida (por no decir aniquilada) por la guerra,
                              y volvieron a ser una de las grandes potencias mundiales.
                              Los alemanes se aferran a sus reglas porque funcionan.
                              Sus procesos les dan resultados, asi que los siguen, como debería ser.

                              Los autos paran en los semáforos hasta cuando no hay un alma en la calle, todo es como debería ser.
                              "


                              Hier die Übersetzung:
                              "Der typische Deutsche ist der des Sturkopfs, der alles so macht, wie die Regeln es vorschreiben und er toleriert nur diese festgelegte Denkweise.
                              Der Deutsche hält fest an seinen Regeln und Gesetzen.
                              Aber sehen wir es mal so: es ist eine Nation, die vor 70 Jahren zerstört war ( um nicht zu sagen ausgelöscht) durch den Krieg ,
                              und sie wurde wieder eine der Weltgrossmächte.
                              Die Deutschen klammern sich an ihre Regeln, weil sie funktionieren.
                              Ihre Abläufe erzeugen Resultate, also befolgen sie sie weiter so wie es sein soll.
                              Die Autos stehen an roten Ampeln, auch wenn weit und breit kein Schwein* zu sehen ist...eben so, wie sich das gehört "


                              * sehr frei übersetzt

                              Teneri-Fee
                              tja, wir kamen mit unserem Wohnmobil nach mehreren Monaten Aufenthalt in Spanien zurück nach Deutschland. Es war nachts um 3Uhr an einer Kreuzung in Berlin. Die Ampel war rot - aber weit und breit kein einziges Auto. Mein Mann fuhr drüber und plötzlich kam Bewegung in die Sache. Da stand doch eine Streife und hatte aufgepasst, daß sowas nicht passiert - der Führerschein war weg für 3 Monate. Zurück "daheim"!

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                                Zitat von webrider Beitrag anzeigen
                                ... Und Deutsche haben ja hier nach dem Krieg, welcher Einstellung auch immer, sehr viel auch im Land hier geleistet und das wissen die Argentinier.
                                Das sehe ich nicht so! Südamerika war wohl eher die Lagerstätte für Nazis. Was die dort geleistet haben? Sie haben geholfen neue Diktaturen aufzubauen und sie haben menschenverachtende Projekte/Betriebe wie die "colonia dignidad" gegründet und betrieben.
                                Vielleicht gibt es ja auch ein paar positive Beispiele - mir ist keines bekannt. Aber die Menschen, die vor Ort leben, wissen da sicher mehr.

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                                  #17
                                  Zitat von toyka Beitrag anzeigen
                                  Das sehe ich nicht so! Südamerika war wohl eher die Lagerstätte für Nazis. Was die dort geleistet haben? Sie haben geholfen neue Diktaturen aufzubauen und sie haben menschenverachtende Projekte/Betriebe wie die "colonia dignidad" gegründet und betrieben.
                                  Eigentlich weicht die entwicklung in diesem thread wieder mal von der ursprungsfrage ab - aber, richtig: viele nazis haben sich nach suedamerika abgesetzt. Vor allem aber nach Brasilien, Argentinien und Uruguay.

                                  Diejenigen, die geholfen haben, die rechten diktaturen in sued- und mittelamerika aufzubauen, waren aber die Yankies um den einfluss und die entwicklung dieser laender in grenzen bzw. klein zu halten.

                                  Die "colonia dignidad" ist die erfindung von einem gewissen Paul Schaefer, einem perversen, religioesen eiferer und kinderschaender. Dafuer wurde er auch in Chile verurteilt.

                                  http://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Sc...ia_Dignidad%29

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                                    #18
                                    Ja, stimmt auch. Aber die Amis wollte ich hier nicht auch noch bearbeiten.

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                                      #19
                                      Entschuldigt, aber da ist wirklich nun ziemlich viel Quatsch dabei. Es kamen hier nicht nur Nazis, sondern vorher Juden fanden Zuflucht, ehrrsame Deutsche vor und nach den Kriegen und haben hier viel aufgebaut wie auch andere Nationen. Alles über den Nazikamm zu scheren ist wohl ein wenig dürftig und zeugt nicht von allzuviel historischer Kenntnis der Einwanderungsströme hier. Nur weil die paar Nazis die man hier dann aufgeriffen hat (Eichmann, Pribke und vielleicht noch ein paar mehr), soviel Wirbel verusachten, entstand hier ein beachtliches Zerrbild. Wenn jemand hier ernsthaft mitreden möchte, sollte er zuerst die Einwandungsgeschichten, die auch in Hamburg in einem eigenen Museum davon zeugen, sich mal ansehen dann merkt er wie verschwindend gering diese Nazisache hier eigentlich war im Verhältnis zu so vielen ehrsamen Einwanderern (denn die wichtigsten Nazis holten sich die Amis und Russen), die hier Land urbar machten in Misiones und unten in Patagonien.

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                                        #20
                                        Quatsch ist es nicht - es war einfach so. Und wer die Wichtigsten genommen hat spielt hier keine Rolle. Gut zu wissen, dass es auch "andere" Deutsche gab.

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