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Zitat von emsfee Beitrag anzeigenDas ist kein Blödsinn, das ist Tradition!
Zur alten spanischen Tradition gehört natürlich das Trauben essen, das immer mit viel Freude und Spannung gefeiert wird. In den letzten 12 Sekunden des Jahres nimmt das Ritual seinen Lauf: Auf dem zuvor eingeschaltenen Fernseher läuft die Live Übertragung zur Puerta del Sol in Madrid, wo sich tausende von Menschen, vor einem Glockenturm mit einer riesigen Uhr, getroffen haben. Die Vorfreude steigt und dann geht´s los. Exakt zu den letzten 12 Sekunden des Jahres erklingt ein Glockenschlag zu dem jeweils sekundengenau, nacheinander 1 Traube verzehrt werden muss. Wer es schafft alle 12 Trauben sprichtwörtlich zu ?fressen?, wird dem Glaube nach, das ganze nächste Jahr Glück haben.
Dieses zudem auch gesunde Ritual wird so enorm gefeiert, das rund 600 Millionen Trauben in der Sylvesternacht verspeist werden. Den Geschichten zufolge enstand diese Tradition im Jahre 1909. Die Traubenernte soll in diesem Jahr so gut gewesen sein, das die Weinbauer sich entschlossen hatten diese an das ganze Volk kostenlos zu verteilen und ?erfunden? das dies Glück für das nächste Jahr bringen sollte. Infolgedessen Glück hat sich dieses Ritual, die Tradition und der Glaube bis heute gehalten.
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Hallo an alle.
Das mit den 12 Weintrauben und dass es eine Erfindung der Weinbauern aus dem Jahr 1909 ist, ist nur teilweise richtig. So wird es oft erzählt, stimmt aber nicht. Die Geschichte beginnt ein paar Jahrzehnte früher.
Ich erzähle das mal hier, obwohl es eigentlich - Weihnachten naht mit großen Schritten - ein extra Thema wert wäre.
Aaaalso, die Geschichte geht so:
Sie beginnt schon um das Jahr 1850. Damals schon gab es in Madrid einen Brauch, die Heiligen Drei Könige zu empfangen. Das war aber eigentlich ein Scherz, den die Madrider Bürgen mit den „reingeschmeckten“ Neuankömmlingen aus dem flachen Land machten, insbesondere mit den Asturianern und den Galiziern, die als besonders hinterwäldlerisch galten.
Der Spaß bestand darin, einem solchen Hinterwäldler glauben zu machen, dass in der Nacht des 5. Januars die Heilige Drei Könige kommen und Münzen und Geschenke bringen würden. Diese würden sie auf den Balkonen ablegen, und um die Heilige Drei Könige zu treffen und ihre Geschenke zu erhalten, müsse man auf eine Leiter klettern. Die Madrider trugen deshalb in dieser Nacht alle Leitern mit sich rum und hofften, einen ahnungslosen Landbewohner zu treffen, dem sie ihren Bären aufbinden konnten.
Die Sache war so gut eingefädelt, dass sogar städtische Würdenträger sich daran beteiligten, damit die armen Betrogenen auch glaubten, dass all das wahr ist. Jahrzehnte lang hatte man 'ne Menge Spaß abends am 5. Januar, und so wurde nach und nach ein Riesen-Fest daraus.
Doch der Spaß hatte ein jähes Ende, als im Jahr 1881 ein gewisser José Abascal y Carredano Bürgermeister von Madrid wurde. Dieser war erstens sehr um das Wohlergehen der armen Asturianer besorgt, wohl weil er selber aus der Region stammte, und zweitens sah er eine raffinierte Einnahmequelle für die damals schon knappe Haushaltskasse der Stadt. Deshalb verabschiedete er einen Erlass, dass jeder, der an den Feierlichkeiten teilnehmen wollte, eine Gebühr von einem „Duro“ bezahlen müsse. Das waren damals 5 Peseten und ein Betrag, den ein normaler Madrider Bürger der Mittelschicht unmöglich leisten konnte. Also etwas völlig Absurdes.
Gleichzeitig entwickelte sich in diesen Jahren in der Madrider Oberschicht ein Brauch, übernommen von der französischen Aristokratie aus Paris und Biarritz, in der Silversternacht teuren französischen Champagner zu trinken und Trauben zu essen. Diese waren auch in Spanien im Dezember damals wirklich teuer. Die Reichen taten also etwas, was für die normale Bevölkerung auch völlig absurd war.
Weil sie nun nicht mehr ihren beliebten Spaß am 5. Januar haben konnten, machten die einfachen Madrider Bürger ganz spontan etwas genau so absurdes: Sie zogen in der Silvesternacht des Jahres 1882 vor den Regierungspalast an der Puerta del Sol und begannen Schlag 12 Trauben zu essen, und zwar bei jedem Glockenschlag eine. Das war genauso absurd und unmöglich, wie den „Duro“ zu bezahlen. Damit wurde die Obrigkeit dann richtig verarscht.
Und deshalb ist auch heute noch die Puerta el Sol der absolute In-Treffpunkt für alle Madrider in der Silvesternacht. Die Glocken schlagen dort allerdings besonders langsam...
Dass die 12 Weintrauben Glück bringen sollen, ist dann allerdings eine Erfindung der besagten Weinbauern. Die waren wohl besonders glücklich, in diesem Jahr ihre restliche Ernte noch loszuwerden.
So, das war die Geschichte.
Dass man (genauer gesagt: „frau“) an Sylvester rote Unterwäsche tragen soll, stammt übrigens aus Italien. Und weil das wiederum womöglich aus China stammt, und warum man in Italien nicht Trauben, sondern einen Teller Linsen ist, das sind andere, gaaaanz lange Geschichten.
Feliz a?o nuevo!
Aber waren wir nicht bei x..y..z?
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Also doch nur eine Veralberung der Leute.
Es gab immer Leute, die sehr leichtglaeubig sind .Glueck wuenscht sich jeder, aber man muss bei diesem Brauch aufpassen.
Sind ja wirklich schon einige Leute beim Verzehr der Trauben Silvester erstickt.
Lustig ist es , wenn man die Leute die Trauben um die Wette futtern sieht.Zuletzt geändert von Sabine; 29.11.2013, 21:25.Liebe Gruesse Sabine
Rechtschreibfehler ? Meine Tastatur ist schuld !
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Ich finde solche Traditionen, Bräuche und Geschichten nun absolut nicht albern, würde gerne mehr davon hören.
Gerardo, du scheinst da doch noch einiges auf Lager zu haben, hättest du nicht Lust, einen eigenen Thread zu starten, und uns noch von anderen Sitten und Gebräuchen zu erzählen?
Hier tummeln sich doch noch mehr Foris, die sicherlich auch noch was dazu erzählen können.
Ich stelle meine Ohren senkrecht und freue mich auf weitere Geschichten.
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Wer etwas spanisch lernen möchte. Hier
Hola!
In der heutigen Ausgabe lernst du das Wort: el pastel
WORT
el pastel
AUSSPRACHE*
passtell, Betonung liegt auf ´e´
AUSSPRACHE ANHÖREN
Auf diesen Link klicken und Vokabel sowie Beispielsätze auf Spanisch im Vokabel-Archiv anhören
http://www.espanien.de/vokabel-archiv/pastel.html
ÜBERSETZUNG
der Kuchen | die Pastete
ANWENDUNG
Substantiv, Pl. los pasteles
BEISPIELSÄTZE
A mí me gusta el pastel de manzana.
Ich mag Apfelkuchen.
Hay también pasteles hechos con carne.
Es gibt auch Pasteten, die mit Fleisch gemacht sind.
Modismo: coger a uno con las manos en el pastel | Han cogido el ladrón con las manos en el pastel.
Redewendung: auf frischer Tat ertappen (wörtlich: jemanden mit den Händen im Kuchen erwischen) | Man hat den Dieb auf frischer Tat ertappt.
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* Die Aussprache kann im Moment nur in verballhorntem Deutsch
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Zitat von Sabine Beitrag anzeigen...(...), aber man muss bei diesem Brauch aufpassen.
Sind ja wirklich schon einige Leute beim Verzehr der Trauben Silvester erstickt.
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Musste nur bei den Hospitaelern dich erkundigen , ausserdem stand es in der Zeitung ,als vom Brauch berichtet wurde . Da wurde der Tipp mit den Weintrauben aus den Dosen genannt, weil die weich sind , also kann man die gefahrlos schlucken im Sekunden Takt .
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Habe mir die Buecher von Luis gekauft fuer das Erlernen der Sprache . Die sind sehr gut gemacht, mit Uebungen .
Den Preis 9,90 Euro finde ich angemessen fuer die Arbeit.Zuletzt geändert von Sabine; 04.12.2013, 15:01.Liebe Gruesse Sabine
Rechtschreibfehler ? Meine Tastatur ist schuld !
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Menos mal.... glücklicherweise....
(Ein kleiner Nachtrag)
Glücklicherweise hatten die Bauern im sagenhaften Jahr 1909 nur Weintrauben übrig, und nicht .... Melonen.
Man stelle sich vor, wie die BBC diese spanische Tragödie der Welt erklärt hätte:
“Al grito de ‘?da suerte! ?da suerte!’ miles de espa?oles acabaron atragantados y asfixiados la noche fatídica de 1909 tragándose doce melones delante de la puerta del Sol. Las autoridades supervivientes intentan traer gente de fuera para rellenar el país, que ha quedado vacío. El Rey también ha perecido en un alarde de campechanía. Espa?a está de luto”
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Das mit den Weintrauben ist genauso großer Humbug wie alles Andere, was vermeintliches Glück bringen oder Unglück vermeiden soll.
Da gibt es zB die arme Frau, die ihr gesamtes Leben lang auf alles "Böse" verzichtete und dann ganz elend an einer Krebserkrankung eingegangen ist, wie auch einen Helmut S., der trotz extremster Qualmerei (der braucht wohl nur ein Streichholz pro Tag) immer noch lebt und tagtäglich seine Mitbürger in völlig selbstverliebter Egomanie belästigt und gefährdet.
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tja, es gibt nun mal keine Glücksgarantie... aber wenn man dran glaubt und sich eine entsprechende positive Einstellung zulegt, klappt es vielleicht...Todo lo que va, vuelve.
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Zitat von Terminator Beitrag anzeigenWer etwas spanisch lernen möchte. Hier
Modismo: coger a uno con las manos en el pastel | Han cogido el ladrón con las manos en el pastel.
Redewendung: auf frischer Tat ertappen (wörtlich: jemanden mit den Händen im Kuchen erwischen) | Man hat den Dieb auf frischer Tat ertappt.
Le han cogido al ladrón con las manos en la masa.
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Vorsicht mit dem Verb "coger".. Sämtliche Südamerikaner haben eine ganz andere Verwendung dafür, als Menschen mit europäisch geprägtem SpanischDa habe ich schon lustige Situationen erlebt
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Zitat von creation Beitrag anzeigenVorsicht mit dem Verb "coger".. Da habe ich schon lustige Situationen erlebt
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Zitat von Papasymojo Beitrag anzeigenErzähl mal von Deinen lustigen Situationen
1. "tomar" regelmäßiges -ar Verb
2. Nirgendwo ein Tabu Wort, keine Gefahr für Fettnäpfchen.
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@AmanteDeTenerife
Ok, danke, wird gemacht...
Trotzdem hätte ich auch gerne eine Fettnäpfchen-Geschichte gehört
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@emsfee:
Klar gibt es keine Glücksgarantie, aber es ist schon sehr interessant, dass es diese ewigen Pechvögel, denen einfach alles misslingt und von denen man sich auch keinen "Viel Glück"-Spruch wünscht, gibt und dann auch andere Menschen, die einfach immer und überall Glück haben.
Die meiste Zeit meines Lebens war ich auf der Glücksseite, habe fast aus Versehen und eher unfreiwillig einen geilen Porsche Boxster und zig andere tolle Dinge gewonnen, das war schon beinahe unheimlich.
That's Life!
LG
pedroluis
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Zitat von Papasymojo Beitrag anzeigen@AmanteDeTenerife
Ok, danke, wird gemacht...
Trotzdem hätte ich auch gerne eine Fettnäpfchen-Geschichte gehört
"El autobus se coge por el tubo de escape"
Das habe ich regelmäßig zu hören bekommen, als vermerkte,
"Que tengo que coger tal bus para regresar a casa"..
Gerade wenn man mit Jugendlichen arbeitet, wird dann erst mal gekichert und dann laut gelacht, bis sie den Deutschen aufklären, was er da eigentlich gerade gesagt hat...
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