Liebe Teneriffa-Wandergemeinde,
Hier hätte ich einen neuen Wandervorschlag für den Bco. Seco (der erste Bco. östlich Pta. del Hidalgo):
Am Verkehrskreisel am östlichen Ende von Pta. geht man hinunter Richtung Meer und biegt aber gleich an der letzten Bananenplantage rechts vom Strässchen ab und gelangt so in den Bco. Seco, der bald mit einer Brücke gequert wird. Auf der linken Bco.-Seite findet sich eine Schotterpiste, die man nun immer weiter bco-einwärts geht (Richtung Süden). Nach ca. 350 m passiert man 2 Pumphäuser o.ä. linker Hand. Nun geht es auf der Bco-Sohle immer weiter in das Tal hinein. Ohne Weg aber alles recht einfach machbar, weil offene Vegetation (botanisch im übrigen höchst interessant, aber das ein anderes mal): man bleibt einfach immer auf der sich dahinschlängelnden Talsohle, passiert Sandbänke, kleine Regenwasserpools, Felsenpartien ohne Mühe. Nach viell. weiteren 400 m muß man einen meist ausgetrockneten kleinen Wasserfall (4 m) erklimmen bzw. links oberhalb durch den Sukkulentenbusch umgehen und geht weiter auf der Talsohle. Die Barancowände kommen rechts und links immer näher. Schließlich geht man auf der rechten Seite an einer leicht überhängenden Wand (schattig, ca. 50 m) geschützt weiter. Eine Rosenschere ist nun günstig, um Brombeerranken abzuschneiden, aber entlang der schattigen Wand ist ein Durchkommen. Es wird immer schmaler (3-6 m) !! Aber gangbar (wenn man mal von den Ranken absieht, die abzuschneiden sind). Wenn dann das Ende quasi erreicht ist, die Ranken immer dichter werden und man befürchtet, wieder zurück gehen zu müssen, weil es beim besten Willen nicht mehr weiter geht... ist linker Hand ein mit hohem Adlerfarn bewachsener Hang mit etwas weniger steiler Flanke. Unter dem Farn entdeckt man mit etwas Gespür Erdstufen nach oben ! Nach wenigen Metern aufwärts wird der Farn niedriger und die Stufen massiver ! Es sind alte, recht flache Steinstufen (wohl von den Guanchen in das Tuffgestein gehauen ?) und die Stufen erklimmen in wunderbarer Weise die Hangflanke und nach weiteren ca. 5-6 Minuten nach oben wird dann aus den Stufen ein offener Stein-Pfad (vielleicht 100 m über der Talsohle), der gemütlich weiter nach Süden auf gleicher Höhe führt. Bald sieht man in der Ferne auch einzelne Häuser. Nach weiteren viell. 500 m erkennt man ca. 40 Höhenmeter unterhalb eine kleine, kaum 1 m hohe gemauerte Staumauer ohne Wasser dahinter. Dies ist der ehemalige Stauraum für die berühmte Wasserleitung(swanderung) oberhalb von Pta. ! Und hier, auf der breiten Mauer wieder auf die andere Talseite wechselnd, beginnt der bekannte, spektakuläre Wanderweg auf der Wasserleitung talauswärts nach Pta.!! (Diesen Teil des Weges brauche ich nicht zu beschreiben; er steht in jedem Wanderführer).
Wenn man also diese Staumauer erkennt (rechts etwas unterhalb vom eben beschriebenen Guanchenpfad) muß man sich diese 40 Höhenmeter am Hang nach unten bemühen (weglos aber übersichtlich). Zu testen wäre auch, diesen Pfad weiter zu verfolgen auf der Höhe...
Wir sind diesen Rundweg 2 mal in verschiedenen Jahren gegangen. Er ist einfach sagenhaft und etwas abenteuerlich !!! Er ist im Gelände am ehesten zu finden in der Richtung, wie ich ihn beschrieben habe. Schwindelfrei sollte man schon sein, aber dann sinds wahrlich unvergessliche Eindrücke ! Natürlich ist Trinkwasser, etwas Proviant, lange feste Hose, gutes Schuhwerk und besagte Rosenschere erforderlich. Zeit: gesamter Weg ca. 5 Std.
Bin gespannt auf Eure Berichte !
Beste Grüße von
retama
Hier hätte ich einen neuen Wandervorschlag für den Bco. Seco (der erste Bco. östlich Pta. del Hidalgo):
Am Verkehrskreisel am östlichen Ende von Pta. geht man hinunter Richtung Meer und biegt aber gleich an der letzten Bananenplantage rechts vom Strässchen ab und gelangt so in den Bco. Seco, der bald mit einer Brücke gequert wird. Auf der linken Bco.-Seite findet sich eine Schotterpiste, die man nun immer weiter bco-einwärts geht (Richtung Süden). Nach ca. 350 m passiert man 2 Pumphäuser o.ä. linker Hand. Nun geht es auf der Bco-Sohle immer weiter in das Tal hinein. Ohne Weg aber alles recht einfach machbar, weil offene Vegetation (botanisch im übrigen höchst interessant, aber das ein anderes mal): man bleibt einfach immer auf der sich dahinschlängelnden Talsohle, passiert Sandbänke, kleine Regenwasserpools, Felsenpartien ohne Mühe. Nach viell. weiteren 400 m muß man einen meist ausgetrockneten kleinen Wasserfall (4 m) erklimmen bzw. links oberhalb durch den Sukkulentenbusch umgehen und geht weiter auf der Talsohle. Die Barancowände kommen rechts und links immer näher. Schließlich geht man auf der rechten Seite an einer leicht überhängenden Wand (schattig, ca. 50 m) geschützt weiter. Eine Rosenschere ist nun günstig, um Brombeerranken abzuschneiden, aber entlang der schattigen Wand ist ein Durchkommen. Es wird immer schmaler (3-6 m) !! Aber gangbar (wenn man mal von den Ranken absieht, die abzuschneiden sind). Wenn dann das Ende quasi erreicht ist, die Ranken immer dichter werden und man befürchtet, wieder zurück gehen zu müssen, weil es beim besten Willen nicht mehr weiter geht... ist linker Hand ein mit hohem Adlerfarn bewachsener Hang mit etwas weniger steiler Flanke. Unter dem Farn entdeckt man mit etwas Gespür Erdstufen nach oben ! Nach wenigen Metern aufwärts wird der Farn niedriger und die Stufen massiver ! Es sind alte, recht flache Steinstufen (wohl von den Guanchen in das Tuffgestein gehauen ?) und die Stufen erklimmen in wunderbarer Weise die Hangflanke und nach weiteren ca. 5-6 Minuten nach oben wird dann aus den Stufen ein offener Stein-Pfad (vielleicht 100 m über der Talsohle), der gemütlich weiter nach Süden auf gleicher Höhe führt. Bald sieht man in der Ferne auch einzelne Häuser. Nach weiteren viell. 500 m erkennt man ca. 40 Höhenmeter unterhalb eine kleine, kaum 1 m hohe gemauerte Staumauer ohne Wasser dahinter. Dies ist der ehemalige Stauraum für die berühmte Wasserleitung(swanderung) oberhalb von Pta. ! Und hier, auf der breiten Mauer wieder auf die andere Talseite wechselnd, beginnt der bekannte, spektakuläre Wanderweg auf der Wasserleitung talauswärts nach Pta.!! (Diesen Teil des Weges brauche ich nicht zu beschreiben; er steht in jedem Wanderführer).
Wenn man also diese Staumauer erkennt (rechts etwas unterhalb vom eben beschriebenen Guanchenpfad) muß man sich diese 40 Höhenmeter am Hang nach unten bemühen (weglos aber übersichtlich). Zu testen wäre auch, diesen Pfad weiter zu verfolgen auf der Höhe...
Wir sind diesen Rundweg 2 mal in verschiedenen Jahren gegangen. Er ist einfach sagenhaft und etwas abenteuerlich !!! Er ist im Gelände am ehesten zu finden in der Richtung, wie ich ihn beschrieben habe. Schwindelfrei sollte man schon sein, aber dann sinds wahrlich unvergessliche Eindrücke ! Natürlich ist Trinkwasser, etwas Proviant, lange feste Hose, gutes Schuhwerk und besagte Rosenschere erforderlich. Zeit: gesamter Weg ca. 5 Std.
Bin gespannt auf Eure Berichte !
Beste Grüße von
retama
Kommentar