heute, am Playa Jardin.
Vor 2 Jahren- als der Barranco San Felipe im November mit Hochwasser in den Atlantik stürzte- parkende Autos, Ziegen, Mauern, alles was nicht Niet-und Nagelfest war- mit riss und unter Geröll und Wassermassen verschüttete, da fand ich diese armseligen Geschöpfe, die das Drama hochbeschädigt überstanden..
Als sie nach Wochen noch so vor sich hindarben- beschloss ich das zu ändern. Schliesslich waren sie mal als sandige Kakteeninsel, das Wahrzeichen vom Playa Jardin!
Viele wollten helfen, keiner kam. Mit zwei Gabeln befreite ich sie vom Unrat, entfernte Drähte, Plastik, Stoffe, Autoteile, Hölzer; buddelte sie mit einem alten Handschuh, Küchenschaufel, Schraubenziehen und einem kleinen Eimer aus. Mit einem alten Brett und einer Vorhangskordel daran befestigt, literweise Schweiss, rollte ich sie aus dem Rest- Unrat zur Seite, an dem die Welt noch in Ordnung war. Es war noch etwas lasches Leben in den Kakteen. Insgesammt waren es fünf.
Knalle Sonne.
Ich riet ihnen gut zu- los Jungs- wird schon!! Hab sie jeden Tag begossen.
Viele Leute schauten zu- auch von der Brücke herunter! Das dauerte fast 1 Woche in der ich so vor mich hin rackerte. Ein netter Russe, der im Gebüsch pennte, half jeden Tag..
Fernsehen kam.. was macht die da...
Die Stadt kam.. was macht die da..
Im Fernsehen hiess es dann< eine Ausländerin rettet alte Kakteen und räumt den Barranco auf

Das war der Stadt zuviel: 2 Herren mit blank gewienerten Schuhen, Sakko und gebügelten Hosen kamen in die staubige Angelegenheit zum Playa Jardin, in dem grosse LKWs stündlich frisch gemahlenen Stein zum Strand anlieferten, damit dieser bald wieder zu nutzen wäre.
"Haben sie eine Erlaubnis hier die Kakteen aus zu graben?"
hörte ich und musste sofort schallend lachen
"braucht man das wenn man im 3 Monate alten Müll der Stadt versucht uralte Kakteen zu retten?"
Na, so ne freche Frau hatten die wohl noch nicht vor sich gehabt. Sie erstarrten ein wenig sprachlos. Noch dazu sah die garnicht aus wie ne Frau:verschwitzt, Haare klebrig, Schmutzrinnsale im Gesicht über Hals durch die kurzen Hosen auf die Schuhe... stinkend nach Arbeitsschweiss!
Ich soll das so lassen, morgen wird alles weg geräumt.
"Und die Kakteen?"
"Kommen in die Gärtnerei!"
Vielleicht habe ich zuviele Krimis gesehen- jedenfalls überzeugte mich das mit dem Gärter nicht.
Ich habe noch bis spät Abends den langen Lulatsch und die olle Schwiegermutter seitlich- abseits "eingebettet" und mit dicken Steinen umrandet.
Das 1. Foto ~ Müllaktion; 2. Foto ~ Zwischenbericht vom letzten Jahr; die letzten 2 ~ von heute.
Heute haben wir uns wieder gesehen.
Die Leute haben blöd geschaut, als ich den Stacheln liebevoll über die Spitzen fuhr.
Ende 1. Teil
Vor 2 Jahren- als der Barranco San Felipe im November mit Hochwasser in den Atlantik stürzte- parkende Autos, Ziegen, Mauern, alles was nicht Niet-und Nagelfest war- mit riss und unter Geröll und Wassermassen verschüttete, da fand ich diese armseligen Geschöpfe, die das Drama hochbeschädigt überstanden..
Als sie nach Wochen noch so vor sich hindarben- beschloss ich das zu ändern. Schliesslich waren sie mal als sandige Kakteeninsel, das Wahrzeichen vom Playa Jardin!
Viele wollten helfen, keiner kam. Mit zwei Gabeln befreite ich sie vom Unrat, entfernte Drähte, Plastik, Stoffe, Autoteile, Hölzer; buddelte sie mit einem alten Handschuh, Küchenschaufel, Schraubenziehen und einem kleinen Eimer aus. Mit einem alten Brett und einer Vorhangskordel daran befestigt, literweise Schweiss, rollte ich sie aus dem Rest- Unrat zur Seite, an dem die Welt noch in Ordnung war. Es war noch etwas lasches Leben in den Kakteen. Insgesammt waren es fünf.
Knalle Sonne.
Ich riet ihnen gut zu- los Jungs- wird schon!! Hab sie jeden Tag begossen.
Viele Leute schauten zu- auch von der Brücke herunter! Das dauerte fast 1 Woche in der ich so vor mich hin rackerte. Ein netter Russe, der im Gebüsch pennte, half jeden Tag..
Fernsehen kam.. was macht die da...
Die Stadt kam.. was macht die da..
Im Fernsehen hiess es dann< eine Ausländerin rettet alte Kakteen und räumt den Barranco auf


Das war der Stadt zuviel: 2 Herren mit blank gewienerten Schuhen, Sakko und gebügelten Hosen kamen in die staubige Angelegenheit zum Playa Jardin, in dem grosse LKWs stündlich frisch gemahlenen Stein zum Strand anlieferten, damit dieser bald wieder zu nutzen wäre.
"Haben sie eine Erlaubnis hier die Kakteen aus zu graben?"
hörte ich und musste sofort schallend lachen
"braucht man das wenn man im 3 Monate alten Müll der Stadt versucht uralte Kakteen zu retten?"
Na, so ne freche Frau hatten die wohl noch nicht vor sich gehabt. Sie erstarrten ein wenig sprachlos. Noch dazu sah die garnicht aus wie ne Frau:verschwitzt, Haare klebrig, Schmutzrinnsale im Gesicht über Hals durch die kurzen Hosen auf die Schuhe... stinkend nach Arbeitsschweiss!
Ich soll das so lassen, morgen wird alles weg geräumt.
"Und die Kakteen?"
"Kommen in die Gärtnerei!"
Vielleicht habe ich zuviele Krimis gesehen- jedenfalls überzeugte mich das mit dem Gärter nicht.
Ich habe noch bis spät Abends den langen Lulatsch und die olle Schwiegermutter seitlich- abseits "eingebettet" und mit dicken Steinen umrandet.
Das 1. Foto ~ Müllaktion; 2. Foto ~ Zwischenbericht vom letzten Jahr; die letzten 2 ~ von heute.
Heute haben wir uns wieder gesehen.


Ende 1. Teil
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