Wie wachsen Dragos am besten?

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    #1

    Wie wachsen Dragos am besten?

    Wer kann mir bitte sagen, wovon das Wachstum eines Dragos abhängt (Erde,
    Feuchtigkeit, Licht, Ton- oder Plastiktopf, etc pp) oder Behörden, Firmen, Gärtner, bot. Gärten o.ä., die in dieser Hinsicht kompetent sind, nennen?

    Als Apotheker dachte ich dereinst, ich hätte eine kleine botanische Ahnung.
    Jawohl. War aber ein böser Trugschluss.

    Ich habe sowohl hier in Tacoronte als auch in München Hunderte Dragos.
    Aber es gedeihen diejenigen am besten, die entgegen meines eingebildeten
    Schein-Wissens entweder sehr feucht gehalten werden, keine Drainage haben
    oder auch nicht einmal sehr hell stehen, hm!?

    Jedenfalls scheint klar (reine Empirie, keine Ahnung warum): Ton-Topf ist schlecht, Plastik-Topf ist gut. Selbst in Gärtnereien stehen uralte, riesige
    Dragos in "winzigen" Plastik-Töpfen... Ich bitte um Hilfe!
    Ich glaube nicht an Gott, aber ich vermisse ihn.

    Jeder geht so weit er kann. Jeden Tag aufs Neue.

    www.sophisticated-art.com

    NO HAY UN MANUAL, ESCRIBE EL TUYO
    (el proyecto Anóniman)

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    #2
    Meine Dragos daheim im Büro haben Plastiktöpfe und stehen nicht in der direkten Sonne. Sie sind in normaler Blumenerde eingetopft, die nicht austrocknen darf, aber die Pflanzen dürfen auch nicht im Wasser stehen. März bis Oktober düngen, danach nur ganz wenig düngen. So gedeihen sie bei mir prächtig.

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      #3
      Deine Frage ist berechtigt, aber nicht ganz leicht zu beantworten. Für mich schon gar nicht; denn ich bin zwar Biologe, aber kein Botaniker und erst recht kein Gärtner. Was ich Dir sagen kann, bezieht sich auf die wenigen natürlichen Vorkommen auf Tenerife; denn die meisten Dragos befinden sich nicht in freier Natur, sondern in der Obhut des Menschen.

      Natürliche Standorte gibt es im Anaga, vor allem an der Nordseite. Das Gebiet ist wasserreich, aber wir finden sie nicht in der Lorbeerwaldzone, obwohl dort gerade der Boden oft sehr nass ist, sondern unterhalb im Sukkulentenbusch. Die Standorte sind meistens durch zwei Eigenschaften charakterisiert: 1. steil (also für Ziegen schlecht erreichbar) und 2. in der Nachbarschaft der Kanarenpalme. Letztere gilt als Feuchtigkeitsanzeiger. Also feucht mögen sie es bestimmt. Andererseits habe ich auch auf der ariden Südseite vereinzelte Dragos gefunden, z.B. hoch oben in den Wänden des Barranco de Badajoz. Sie können also offenbar auch gut Trockenheit aushalten. Die Bodenverhältnisse erscheinen eher humusarm und karg, dürften aber wegen der Eigenschaften der Lava durchaus noch reich an nicht ausgeschwemmten Mineralstoffen sein. Nie habe ich Dragos als dichtes Gebüsch gesehen. Vermutlich stehen sie gerne halbwegs frei.

      Aus allem ergibt sich möglicherweise Folgendes: Erdmischung aus Humus und kleinen Basaltkieseln. Leichte Bodenfeuchte und mittlere bis starke Sonne. Im Vollschatten gedeiht er vermutlich nicht, sonst müsste es ihn auch im Lorbeerwald, zumindest an dessen Randlagen geben.

      Hoffe, das hilft Dir etwas weiter. Habe das Thema schon gegoogelt, weil ich die Frage interessant fand, leider erfolglos.

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        #4
        Drago: Was mag, braucht "er", was nicht?

        Lagarto, danke für Deine kompetente Antwort!

        "Lustigerweise" sprichst Du einen scheinbar nebensächlichen Punkt an, den meine Freunde in München (alle haben einen Drago von mir geschenkt bekommen) auch schon thematisierten: Uns "erscheint" folgendes signifikant: Je mehr Dragos eng beieinander oder in einem Raum stehen bzw. je weniger Platz ein Drago durch die Nähe (auch) anderer Pflanzen hat, umso schwächer sein Wachstum ... während "Solitaire" in München wachsen als stünden sie auf den Kanaren ...

        Auch ist klar, dass seltenes, aber äusserst kräftiges Giessen bis an die Grenze zur Staunässe (dann geht er sofort ein) hilfreich ist.

        Den Ton-Topf scheint auf den Kanaren wiederum eh`niemand zu kennen...
        Bei der Topf-Grösse gilt: Weniger (kleiner) ist mehr... Herrje!
        Ich glaube nicht an Gott, aber ich vermisse ihn.

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